Wunschidentität
Wäre ich doch der oder jener! Wir machen uns so gerne Bilder von uns selbst – oder besser davon, wie uns andere sehen sollen. Dabei beschäftigt man sich eigentlich mit dem Wirken, dem Ansehen, der Stellung einer Person. Was überhaupt nichts mit der Identität zu tun hat.
Wenn es doch nur unser aller innigster Wunsch wäre, uns selbst sein zu können. DAS wäre nämlich unser Glück.
Vielleicht gibt es für das Stichwort bald einen neuen Begriff: Avatar. Schaffe Dir Dein Avatar, Deine Identität in Second Life, nur so zum Beispiel. Virtuell können wir leichter als jemals zuvor irgendwer sein, und die – scheinbaren – Vernetzungen gaukeln Interaktionen vor, die am Ende gar noch für Beziehungen gehalten werden.
Interessant ist auch, dass wir uns immer wieder an anderen orientieren und uns Vorstellungen davon machen, wie sich das Leben anfühlen muss, das uns da anlacht. Wir alle wären wohl ziemlich erstaunt und überrascht, wie sich nur schon unsere Nachbarn im Detail unser Leben vorstellen, und nicht selten könnten wir darüber wohl nur den Kopf schütteln oder im besseren Fall laut darüber lachen.
Warum wollen wir immer das Gras jenseits des Gartenzauns? Da ist unser aller Leben von einem Wohlstand geprägt, den in dieser Form keine Generation vor uns kannte, und mit was beschäftigen wir uns? Mit der Vor-Sorge vor (nein für, hoffentlich) der unsicheren Zukunft und mit dem Leben links von uns, das bestimmt angenehmer ist. Wir wünschen uns im Grunde immer den Schein, einen Glanz, und kennen dabei in unserem eigenen individuellen Paradies vor allem die Grautöne. Oder viel zu oft. Sonst kämen wir gar nicht auf solche Weitblicke, die im Grunde gar keine Blicke sind.
Wir leben alle im ständigen Vergleich. Und die Massstäbe für dieses Vergleichen gibt uns die Gesellschaft mit ihren Statussymbolen vor. Noch nie hätten so viele Menschen leichten Herzens aus dem Hamsterrad springen können, aber stattdessen strampeln sie weiter in der Masse und freuen sich allenfalls, dass sie im Rad zwei Zentimeter weiter vorn sind mit den Schnauzhaaren… Nur, was bekommen die schon zu fühlen?
Mein Wunsch wäre, meine Identität zu finden. Mich zu kennen ist das erste Ziel. Überhaupt Person werden, Persönlichkeit, Ich und nicht nur Ego. Was für eine verlockende und lohnende Aufgabe. Päng – schon wieder eine leistungsorientierte Aussage. Oder doch nicht? Aufgabe? Auf-Gabe. Aufgeben. Wir könnten so Vieles aufgeben, ohne dass es wirklich einer Niederlage gleich käme…
Wenn es doch nur unser aller innigster Wunsch wäre, uns selbst sein zu können. DAS wäre nämlich unser Glück.
Vielleicht gibt es für das Stichwort bald einen neuen Begriff: Avatar. Schaffe Dir Dein Avatar, Deine Identität in Second Life, nur so zum Beispiel. Virtuell können wir leichter als jemals zuvor irgendwer sein, und die – scheinbaren – Vernetzungen gaukeln Interaktionen vor, die am Ende gar noch für Beziehungen gehalten werden.
Interessant ist auch, dass wir uns immer wieder an anderen orientieren und uns Vorstellungen davon machen, wie sich das Leben anfühlen muss, das uns da anlacht. Wir alle wären wohl ziemlich erstaunt und überrascht, wie sich nur schon unsere Nachbarn im Detail unser Leben vorstellen, und nicht selten könnten wir darüber wohl nur den Kopf schütteln oder im besseren Fall laut darüber lachen.
Warum wollen wir immer das Gras jenseits des Gartenzauns? Da ist unser aller Leben von einem Wohlstand geprägt, den in dieser Form keine Generation vor uns kannte, und mit was beschäftigen wir uns? Mit der Vor-Sorge vor (nein für, hoffentlich) der unsicheren Zukunft und mit dem Leben links von uns, das bestimmt angenehmer ist. Wir wünschen uns im Grunde immer den Schein, einen Glanz, und kennen dabei in unserem eigenen individuellen Paradies vor allem die Grautöne. Oder viel zu oft. Sonst kämen wir gar nicht auf solche Weitblicke, die im Grunde gar keine Blicke sind.
Wir leben alle im ständigen Vergleich. Und die Massstäbe für dieses Vergleichen gibt uns die Gesellschaft mit ihren Statussymbolen vor. Noch nie hätten so viele Menschen leichten Herzens aus dem Hamsterrad springen können, aber stattdessen strampeln sie weiter in der Masse und freuen sich allenfalls, dass sie im Rad zwei Zentimeter weiter vorn sind mit den Schnauzhaaren… Nur, was bekommen die schon zu fühlen?
Mein Wunsch wäre, meine Identität zu finden. Mich zu kennen ist das erste Ziel. Überhaupt Person werden, Persönlichkeit, Ich und nicht nur Ego. Was für eine verlockende und lohnende Aufgabe. Päng – schon wieder eine leistungsorientierte Aussage. Oder doch nicht? Aufgabe? Auf-Gabe. Aufgeben. Wir könnten so Vieles aufgeben, ohne dass es wirklich einer Niederlage gleich käme…
Thinkabout - 2007.04.13, 16:23
